Ihr habt Mac OS X mit Time Machine? Nutzt es!
Meine Festplatten mögen mich nicht. Letztes Wochenende hat es schon wieder eine Festplatte erwischt. Dieses Mal war es aber die 120 GB Platte meines MacBook Pro. Partitionstabelle kaputt. So und nun? Ein Time Machine Backup wäre sinnvoll – hat der Tobi aber nicht. Manchmal könnte ich mich echt ….!! Meine Webseiten sind doppelt und dreifach gegen Datenverlust gesichert, aber meine lokale Arbeitsplatte behandle ich sehr stiefmütterlich.

Angefangen hatte das Problem ganz plötzlich beim normalen Surfen. Der Mac meldete sich und befahl mir, den Mac neu zu starten. Das tat er dreimal und dann ging nichts mehr. Zwei Minuten grauer Bootscreen mit dem Apple-Logo, dann war das MBP wieder aus. Also musste die Leopard-DVD ran und ich habe versucht, damit die Festplatte wieder zu reparieren oder gar die Partitionstabelle neu zu erstellen. Im Festplatten-Diagnose-Tool wurde mir die Partition aber gar nicht angezeigt und auch das Neuanlegen der Partitionstabelle wollte nicht so recht klappen.
Also habe ich die neue Knoppix DVD in mein Slot-In Laufwerk gesteckt und siehe da – Knoppix erkennt meine Festplatte und ich sehe meine Daten! Nur in das Userverzeichnis kam ich nicht rein – Zugriffsprobleme. Abhilfe schafft hier der root User. Damit kommt man auch in diese Verzeichnisse. Dann eine externe Platte an das MacBook Pro angesteckt (wurde von Knoppix problemlos erkannt), und die Daten per Konsole rüber kopiert.
Danach wurde die Festplatte meines Notebooks neu partitioniert, formatiert und frisch mit Leopard betankt. Anschließend meine gesicherten Daten wieder zurückgespielt und die notwendigen Programme neu installiert. Hierbei half mir auch, dass ich meine E-Mails per IMAP abrufe und mein RSS-Reader NetNewsWire sich online synchronisiert. Nachdem alles wieder perfekt lief, habe ich direkt mal die Time Machine angeworfen.

Meine externe Festplatte wurde nach dem Anstecken direkt von Time Machine erkannt und ich habe es als Time Machine Backup Drive konfiguriert (mit zwei oder drei Klicks). Jetzt habe ich immer eine aktuelle Sicherung meiner Daten (User- und Programmordner). Einfacher geht es wirklich nicht.
Ich hoffe nur, dass das Rücksichern der Daten im Fall der Fälle auch so einfach funktioniert.



24. März 2008 um 13:27
Das Rücksichern an sich bei einzelenn Datein dauert nicht lang wen du TimeMachine nutzt. Wenn du jedoch per Leo-DVD und TimeMachine Backup das gesamte System wieder herstellen willst, musst du sehr viel Zeit mit dir bringen.
24. März 2008 um 14:40
bin immer fleißig, was timemachine angeht. auch brenne ich ab und an die daten auf eine dvd. hatte auch schon erfahrungen mit der festplatte.
24. März 2008 um 15:27
@Martin
Wenn ich mein System in so einem Fall überhaupt wiederherstellen kann, ist es mir eigentlich egal, wie lange es dauert. Wichtig sind ja in erster Linie die Daten an sich.
@key
Die DVD Sicherung werde ich in Zukunft auch häufiger angehen …
29. März 2008 um 13:06
Vor einiger Zeit habe ich mir damit eine wichtige Studienarbeit gerettet, weil ich mich bei der Bedienung von Subversion so dumm angestellt habe, dass sowohl die lokale Kopie der Daten, als auch das (serverseitige) Repository gelöscht war. Da war ich dann extrem froh, dass Time Machine noch eine “alte” Version ndes inzwischen leeren Ordners hatte…